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Bisphenol A – Chemikalien in Plastikflaschen

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  • Bisphenol A – Chemikalien in Plastikflaschen

    Bisphenol A – Chemikalien in Plastikflaschen

    Seit Coca-Cola 1990 die ersten PET-Flaschen in Deutschland einführte, ist diese Art von Getränkehalterung nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Bei Softdrinks und Mineralwasser haben die scheinbar komfortablen Plastikflaschen die Glasflaschen nahezu vollständig verdrängt. Alleine in den USA werden pro Sekunde 1500 PET-Flaschen verbraucht. Der gesamte Plastikabfall ist zu einem scheinbar unlösbaren Problem für unsere Umwelt geworden. Doch auch die für die Herstellung von Plastik verwendeten Chemikalien sind gefährlich.

     

    Gefährliche Giftstoffe

    Der prominenteste Giftstoff ist Bisphenol A. Er wird als Weichmacher in vielen Lebensmittelverpackungen zugesetzt – vor allem in hitzebeständigen Plastikflaschen, Konserven- und Getränkedosen. Die Industriechemikalie macht Plastik elastischer und geschmeidiger. Seit Jahren warnen Experten vor dem Stoff. Er steht im Verdacht, den Hormonhaushalt von Frauen zu beeinflussen. Ausserdem wird vermutet, das Bisphenol A die Gehirnentwicklung bei Embryos schädigt. Auch für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird die Alltagschemikalie verantwortlich gemacht.

     

    Frankreich hat nun als erstes Land weltweit Bisphenol A in allen Lebensmittelverpackungen verboten. Das Land ist Spitzenreiter von Brust- und Prostatakrebserkrankungen. Diese Krebsarten gelten als hormonabhängig. Chemikalien wie Bisphenol A nehmen wir über die Umwelt auf. Sie wirken wie Hormone auf den menschlichen Körper. Durch das Aufnehmen der Flüssigkeit aus einem Plastikbehältnis kommen auch die Giftstoffe in unser Körpersystem. Auch Getränkedosen, die aus Aluminium hergestellt werden, sind mit gefährlichen Chemikalien verarbeitet. Aluminium ist ein Nervengift, kann Alzheimer begünstigen und sogar tödlich sein.

     

    Falsche Studien

    Deutschland hat den Grenzwert für Bisphenol A drastisch gesenkt – von 50 Mikrogramm pro Körpergewicht auf gerade mal vier Mikrogramm! In Babyfläschchen ist der Stoff seit 2011 in der EU verboten. Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA kam bei ihrer neuesten Risikobewertung zum Schluss, dass Bisphenol A, bei der derzeitigen Verbraucherexposition, für keine Altersgruppe ein Gesundheitsrisiko darstelle. Dies darf bezweifelt werden. Marktführer wie Nestlé, Coca-Cola, Danone oder Pepsi, nehmen weltweit Einfluss auf Gesundheitsverbände und Politik. Unsere Bequemlichkeit spült diesen multinationalen Konzernen jährlich Milliarden in die Taschen. Die Behörden der Lebensmittelsicherheit vertreten in erster Linie die Industrie. In Europa verdienen eine Million Menschen ihr Brot mit Plastik. Nahezu jeder Industriezweig ist darauf angewiesen. Die Studien für die Einschätzung der Gesundheitsrisiken auf Mensch und Tier kommen aus der Industrie selbst.

     

    Auf PET-Flaschen verzichten

    Unsere Umwelt ist geprägt von Giftstoffen. Wir können uns nur wenig schützen, da die Giftstoffe fast überall vorhanden sind. Man kann aber vorbeugen. Frische Lebensmittel kaufen und selber kochen zum Beispiel. Auf PET-Flaschen so gut wie möglich verzichten. Aufbewahrungsbehälter aus Plastik sollten vermieden werden. Einmach- oder Marmeladengläser können für die Lagerung von Lebensmittel verwendet werden. Diese sind leicht zu reinigen und geschmacksneutral. In Deutschland, Österreich und der Schweiz haben wir eine hervorragende Trinkwasserqualität. Warum also Plastikwasser kaufen, anstatt kostenlos Leitungswasser zu geniessen. Wer sein Trinkwasser am heimischen Hahn zapft, der spart viel Geld, schützt seine Gesundheit und schont die Umwelt. Zudem kann das Wasser in BPA-freie Trinkflaschen abgefüllt und überall mitgenommen werden

     

    Einige Daten zum weltweiten Plastikverbrauch:

    • 89 Milliarden Liter Wasser werden jährlich weltweit in Plastikflaschen abgefüllt.
    • Trinkwasser aus dem Hahn ist 90 bis 1000 Mal umweltfreundlicher als Mineralwasser. Der Unterschied wird umso grösser, je weiter das Mineralwasser transportiert oder gekühlt wurde, oder ob es eine spezielle Verpackung hat.
    • Es dauert ca. 500 bis 700 Jahre, bis eine Plastikflasche zerfällt.
    • Zwischen Hawaii und dem amerikanischen Festland treibt eine Plastikinsel so gross wie Mitteleuropa. Sie wiegt drei Millionen Tonnen.
    • Über die Nahrungskette, die Fische, landet das Plastik auf unserem Teller.

     

    Quelle: Netzfrauen.org

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